Britisches Parlament stimmt für Wildtierverbot in Zirkussen / Deutschland soll sich ein Beispiel nehmen
Gestern Abend stimmte das britische Unterhaus für ein generelles Haltungsverbot von Wildtieren in Zirkusunternehmen.
In Großbritannien leben noch 37 Wildtiere in Zirkussen, darunter Löwen, Tiger, Schlangen und Kamele. Gestern hat das Parlament in London die Regierung aufgefordert, bis Mitte 2012 für diese Tiere ein Verbot auf den Weg zu bringen. Damit stellen sich die Abgeordneten offen gegen die britische Regierung, die lediglich ein Kontrollsystem für Zirkustiere beschließen will. Nun steht die Regierung unter enormem Druck, doch ein Verbot zu verabschieden.
Aktuelle Umfragen zeigen, dass eine große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger in Großbritannien ein Wildtierverbot unterstützen. Auch die Britische Tierärztekammer fordert ein rasches Ende der Wildtierhaltung in Zirkussen.
In Deutschland unterstützt ebenfalls eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger sowie die Bundestierärztekammer ein Verbot der Haltung von Wildtieren im Zirkus. Doch die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und FDP haben im März 2011 eine Verbotsinitiative scheitern lassen.
Bundesministerin Ilse Aigner und die Regierungsfraktionen müssen endlich ihre Blockadepolitik aufgeben und die täglichen Leiden der Zirkustiere beenden!
Im Zirkus gehören dauernder Platzmangel, ständige Transporte und zweifelhafte Dressuren zum Alltag. Wildtiere können unter diesen Bedingungen nicht artgemäß leben. In Deutschland gibt es noch circa 350 Zirkusunternehmen die Tausende von Wildtieren halten. vp/tsvp



