Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.

 


Mitglied im Deutschen Tierschutzbund

Es hört nicht auf

Pressemitteilung vom 14. März 2010

Wieder ist es die PNN, die den Tierschutzverein ohne Not beschießt und unverfroren vom Opfer zum Täter erklärt. Gegen diesen Versuch, die Geschichte umzuschreiben, wendet sich die folgende Pressemitteilung.

Erklärung des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. zu “Reißleine ziehen”, dem Kommentar von Peer Straube vom 11.03.2010 aus der PNN zum Festhalten der Stadt an der Treberhilfe.

Dort konnte man lesen:
“Nein, ein glückliches Händchen hat die Stadt bei der Auswahl der Tierheimbetreiber bislang nicht bewiesen. Erst die jahrelangen Querelen mit dem Tierschutzverein, nun ist — ausgelöst durch die Vorliebe ihres Chefs für schnelle Sportwagen — die Treberhilfe unter Dauerbeschuss.”
Später im Text heißt es:
“Dass man im Rathaus vor ein paar Jahren beschlossen hat, die Erfüllung dieser Pflicht anderen, kundigeren Händen zu überlassen, ist nicht verwerflich. Doch nach dem Drama mit dem Tierschutzverein sollte man gewarnt sein.”

Zur Erinnerung es geht eigentlich ums Festhalten der Stadt Potsdam an der Treberhilfe, entgegen der Entwicklung in Berlin.

Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. hat in den fünf Jahren der Betreibung des Tierheims seine Arbeit jederzeit zur Zufriedenheit der Stadtverwaltung durchgeführt. Es ist niemals seine Fachkompetenz angezweifelt worden, sondern er bekam bis zum Schluss ausschließlich Anerkennung für seine Arbeit mit den Tieren. So auch noch im Kündigungsjahr 2007 vom Oberbürgermeister persönlich.

Damals erhobene Vorwürfe, der Verein hätte die Öffentlichkeit mit zwei Hundefotos in Zwingern getäuscht, waren die eigentliche Täuschung. Die Fotos zeigten an zwei Beispielen, wie beengt die Tiere untergebracht waren. Sie waren lediglich Beispiele und keine Täuschung. Beweis dafür war, dass nach der Veröffentlichung der Fotos 22 identische Hundezwinger über Nacht durch die Stadt gesperrt wurden. Der Verein hat diese Zwinger und alle anderen Tierplätze im Tierheim in ehrenamtlicher Arbeit über Monate hinweg vorher und nachher vergrößert. Zum Lohn für unseren unermüdlichen Einsatz ist uns dann gekündigt worden.

Man pochte damals trotz erfolgreicher bereits abgeschlossener Grundstücksverhandlungen auf das Recht, einen günstigeren Anbieter zu suchen. Auch mit der Begründung, dass ein Neubau durch die Suche nach einem Konkurrenten beschleunigt werden würde.

Doch wo stehen wir heute? Das Ziel ein Tierheim für Potsdam ist genauso fern wie vor drei Jahren. Der Tierschutzverein wurde durch Kündigung, Klagen, Lohnfortzahlungen und Rausschmiss aus einem kurz zuvor umgebauten nun leerstehendem Tierheim bis an den Rand seiner Existenz getrieben, weil er sich für die Tierrechte eingesetzt hat. Und jetzt wird der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. immer noch durch die PNN mit Artikel wie “Reißleine ziehen” ohne Grund beschossen. Geht es so weiter, verliert die Stadt auf kurz oder lang einen ihrer größten Vereine.

Wir benötigen dringend Unterstützung aus allen Teilen der Gesellschaft, und bitten daher alle Beteiligten, uns unsere Arbeit nicht länger zu erschweren, sondern mit uns einen gemeinsamen Weg für ein tierfreundliches Potsdam zu finden.

Wir dienen der Stadt mit unserer Zeit, Wissen und Geld und mit dem Geld aus privaten Spenden. Wir bitten alle Beteiligten, den Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. als eine kostbare, über Jahre zu einer stattlichen Größe gewachsene Pflanze zu betrachten, die, wenn man sie nicht hegt und pflegt sondern auf ihr herumtrampelt, zwangsläufig eingehen wird.

Niklas Wanke Vorsitzender des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.

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