Kompromissvorschlag – Verzicht auf Bieterklage
Sehr geehrte Damen und Herren,
in letzter Zeit wurde seitens der Stadtverwaltung immer wieder betont, dass der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. das Grundstück an der Marquardter Straße, bezugnehmend auf eine Begehung im Mai 2006, für ungeeignet erklärt hätte.
Der im Juni 2006 neugewählte Vorstand des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V. wurde von der Verwaltung im Juli 2006 zu einer Begehung des Grundstücks an der Marquardter Straße eingeladen. Der TSV hat das Grundstück gelobt und für geeignet erklärt. Diese Haltung des TSV ist beim Gespräch mit Herrn Jakobs und Frau Müller im März 2007 bekräftigt worden, und ist bis heute unverändert.
Um die beste Lösung für die Potsdamer zu ermöglichen, verzichtet der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. auf eine von der Verwaltung befürchtete Bieterklage hinsichtlich des Standortes. Und schlägt vor, alle anderen potenziellen Bieter, sofern noch im Rennen, ebenfalls zu diesem Schritt zu bewegen.
Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand
des Tierschutzvereins Potsdam und Umgebung e.V.
Zur Erläuterung:
Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. favorisierte im Juli 2006, zum Zeitpunkt der Begehung, das ebenfalls von der Stadt im Juni 2006 angebotene Sago-Gelände. Nach der Monate später erfolgten überraschenden Absage der Verwaltung zum Sago-Gelände, bekam das Grundstück in Eiche, wegen der Nähe zu Potsdam, gegenüber der Marquardter Straße vom Verein den Vorzug. Diese Gewichtung des TSV war dem Wunsch das Beste für die Tiere und den Verein zu erreichen geschuldet und berücksichtigte nicht alle Aspekte, die bei der Wahl des Tierheimgrundstücks zu berücksichtigen sind.
Die Verwaltung, die anders als der TSV das Ganze, auch die Anwohnerinteressen, im Blick haben muss, hat das Grundstück in der Marquardter Straße vermutlich bei Ausschreibungsbeginn im Jahr 2008 vergessen. Sie hat sich vermutlich auch später, als massive Bürgerproteste in Eiche begannen, nicht mehr daran erinnert und die einmal geschriebene Ausschreibung nicht mehr hinterfragt. Sie hätte sie aber schon nach ihren eigenen Kriterien erneut hinterfragen müssen, gab sie doch jüngst bei den Gründen, die gegen das Grundstück an der Marquardter Straße sprechen sollen, eine einzelne Bürgerbeschwerde aus Oktober 2006 an. Hier, wie auch bei dem wenig plausiblen Argument eines im Wege stehendem Alleebaums, fehlt die notwendige Gewichtung. Das Kostenargument spricht ebenfalls für die Marquardter Straße.
Die Entfernung zur Wohnbebauung, die Anzahl der Betroffenen und deren Schutzanspruch muss eine herausragende, wenn nicht sogar die entscheidende Rolle bei der Bewertung spielen. Hinzu kommt, dass wenn man Sorge vor möglichen Bieterklagen hat, sollte man umso mehr mögliche Anwohnerklagen stärker gewichten.
Tabellarischer Vergleich der Grundstücke am Weg nach Bornim und in der Marquardter Straße



