Kräftige Spende für Tierheim-Weiterbau

Der Potsdamer Modedesigner Wolfgang Joop hat dem Tierheim in seiner Heimatstadt eine besondere Weihnachtsüberraschung bereitet: Auf das Konto des Tierschutzvereins Potsdam flossen dieser Tage 20.000 Euro für die Sanierung und den Umbau eines weiteren Hauses auf dem Tierheimareal Michendorfer Chaussee 111. Die großzügige Spende kommt aus Braunschweig und von Wolfgang Joop.

Von Braunschweig nach Potsdam? Die Geschichte geht so: Die Braunschweiger Zeitung feierte in diesem Jahr ihren 75. Geburtstag. Das war dem Verlag eine Sonderausgabe wert. Für Illustrationen gewannen Verlag und Chefredaktion Wolfgang Joop. Immerhin war die Großstadt im Süden Niedersachsens ein kräftiger Wurzelzweig für dessen Kunstkarriere. 1966 hatte er dort am Wilhelm-Gymnasium sein Abitur abgelegt und in einem Studium an der Kunstpädagogik geschnuppert.

Wolfgang Joop verzichtete auf sein Honorar für die Illustrationen und bat darum, das Geld für den Weiterbau des Tierheimes Potsdam zu spenden. Am heutigen Freitag übergab der Geschäftsführer der Braunschweiger und Hamburger Standorte der Funke Mediengruppe, Claas Schmedtje, einen symbolischen Scheck an die Vereins- und Tierheimverantwortlichen.

Zusammen mit Eigenmitteln aus Erbschaften und vielen weiteren Spenden ist der Tierschutzverein Potsdam nunmehr in der Lage, im kommenden Frühjahr die Sanierung eines zweiten Tierheimgebäudes zu beginnen. Die Mittel reichen, geschätzt, auch aufgrund der gestiegenen Material- und Baustoffpreise, bis zur Hälfte der Gesamtkosten. Ihm sei es unverständlich, dass die Stadt Potsdam unserem Potsdamer Tierheim, an dem ihr angeblich so viel liegt, keine direkte finanzielle Unterstützung mehr zukommen lässt. Stattdessen werden zig Tausende Euro ausgegeben, um zum Beispiel Fundtiere in zig Kilometer Entfernung gelegene Tierheime zu bringen. Da gibt es viele, viele Fragen, sagte Joop anlässlich der Spendenübergabe.

Der Tierschutzverein Potsdam und das Tierheimteam freuen sich sehr über den kräftigen Zuschuss aus Braunschweig. Wir brauchen mehr davon, um unser Tierheim in der Zukunft zu einem geschlossenen Ensemble zu führen. Er wünsche das vor allem den Hunden, Kätzchen oder anderen Haustieren, die ihr Heim verlieren, so Wolfgang Joop.

G. H.

Foto: Tierheim

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