Nachruf für Lux
Es gibt Lebewesen, die schon vor ihrer Geburt geliebt werden.
Kaum sind sie greifbar, reißen sich Menschen um sie.
Und – es gibt Lebewesen, die zeitlebens warten.
Immer nur für Momente bekommen sie, worauf sie beharrlich Tag für Tag, Sekunden, Minuten, Stunden warten:
Dass Menschen zu ihnen kommen – nur zu ihnen!
Doch diese Menschen gehen auch immer wieder.
Und so vergingen für Lux Tage, Wochen, Monate, Jahre.
Und doch: Er durfte Zuneigung erfahren, Worte, streichelnde Hände und
Leckereien.
Einige Menschenseelen blieben ihm immer treu. Und weil sie ihm kein Zuhause
bieten konnten, kamen sie zu ihm und waren für ihn da.
Aufregende Nächte hatte Lux mit seinem Kumpel Blacky, als er das ganze
Tierheimgelände bewachen durfte.
Die schönsten Momente waren jeden Tag, als die lecker duftenden Schüsseln vor
seine Nase gestellt wurden und er sich an ihnen laben konnte.
Dann wurden seine lieben Augen ganz groß und strahlten Zufriedenheit aus.
Und doch: Seine Traurigkeit und seine Angst vor Vielem schwächten seinen
Körper.
Im Sommer 2008 kämpfte er mit all unserer Hilfe gegen den Tod.
Wir mussten ihn hergeben.
Er hat jetzt Frieden.




