Katzen sind immer noch Fundtiere zweiter Klasse (siehe auch PM vom 09.04.2009)
Pressemitteilung vom 27. August 2009
Das Veterinäramt der Landeshauptstadt Potsdam hat gestern die Annahme von Katzenwelpen abgelehnt.
Die Gemeinden sind von Rechts wegen für die Welpen der ausgesetzten und streunenden Katzen zuständig. Dies bestätigen einschlägige Tierrechtsorganisationen. Ein entsprechendes “Katzenpapier“, des Preisträgers der Hans-Rönn-Stiftung 2005, des „Arbeitskreis Tierschutz Gütersloh – Menschen für Tierrechte“ wurde Herrn Jakobs vor einem Jahr überreicht.
Populationskontrolle ist das A und O
Mit Ihrer Haltung verschlimmert die Stadt die Situation der streunenden Katzen in der Stadt. Allein ein gesundes Katzenpaar kann bei vorsichtiger Berechnung (Zwei Würfe mit je nur drei Welpen) in zwei Jahren 48, in 4 Jahren 2.000, in 6 Jahren 100.000 Nachkommen haben, wenn nicht konsequent eingefangen und kastriert wird.
Die Folgekosten trägt bislang der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.
Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. hat in den 90ziger Jahren Kastrationen für jährlich umgerechnet 20.000 Euro vorgenommen. Im letzen Jahr waren es rund 6.000 Euro mit nun wieder steigender Tendenz. Auf Anfrage hat die Stadt Potsdam eine Beteiligung an den Kosten abgelehnt.
Das Katzenelend
Eine streunende Katze hat entgegen der eigentlichen Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren eine verringerte Lebenserwartung von durchschnittlich nur 5-6 Jahren. Das entbehrungsreiche Leben, die fehlende Tierärztliche Betreuung und die großen Gefahren in einer Stadt führen dazu.



