Verletztes Reh
Pressemitteilung vom 14. September 2009
In der Annahme, das Tierheim zu erreichen, welches es seit nunmehr fast zwei Jahren nicht mehr gibt, wählte am 08.09.2009 gegen 13.20 Uhr ein Polizeibeamter der Wache Babelsberg die Nummer des Bereitschaftshandys des Tierschutzvereins.
Er bat darum, einem angefahrenen Reh auf der Auffahrt zur Nutheschnellstraße zu helfen.
Statt sofort zum Unglücksort zu eilen und das Tier zu erlösen, verwies der vorher von der Polizei informierte Stadtjäger an die untere Jagdbehörde. Doch die Untere Jagdbehörde war nicht erreichbar.
Die Polizei erschoss das Reh aus Unsicherheit nicht, weil keinerlei Verletzungen zu sehen waren, es lediglich auf der Straße lag und abgedeckt wurde.
Das Unfallauto hatte auch keine Kollisionsspuren.
Ein Mitglied des Tierschutzvereins fuhr sofort dort hin, um das Reh ins Auto zu legen, hoffend, dass dem Tier in der Tierklinik geholfen wird.
Beim Verladen sprang das Reh, welches scheinbar nur einen Schock erlitten hatte, hoch und flüchtete offensichtlich unverletzt ins Stadtgrün.
Ein wundersam glückliches Ende mit dem bitteren Beigeschmack, dass das Tier bei einer ernsteren Verletzung mit Sicherheit wegen dem Zuständigkeitsgerangel unnötig Qualen erlitten hätte.
Bleib zu hoffen, dass es keine inneren Verletzungen davontrug und der Gnadenschuss wirklich nicht nötig war.



