Der Bedarf ist riesig
Pressemitteilung vom 10. März 2010
Mit großem Erstaunen haben wir im Blickpunkt vom 06.03.2010 in dem Artikel “Kein Bedarf“ lesen müssen, dass der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. auf die Abweisung durch die Verwaltung seines Antrages auf Bauvorbescheid nicht reagiert hätte.
Dies ist nicht richtig. Wir möchten richtig stellen, dass der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. im Dezember, wenige Tage nach der Antwort der Verwaltung, reagiert hat und dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt ist, einen Gesprächstermin zu vereinbaren. Das Gespräch fand am 26.01.2010 mit dem Bauamt, Bereich Planungsrecht, statt. Es war ein sehr ausführliches und konstruktives Gespräch. Auf Grund der dort erteilten Hinweise erarbeiten wir derzeit einen neuen Antrag.
Ebenso erstaunlich ist die Aussage, dass kein Bedarf gesehen wird. Der Bedarf ist ohne Frage vorhanden. Der Unterbringungsbedarf von Tieren durch zunehmende soziale Not der Menschen und durch die sich dramatisch umkehrende Alterspyramide wird ohne Frage in den kommenden Jahren steigen. Wird hier nicht bei den Kapazitäten nachgesteuert, werden Tiere aus Geldmangel oder Tod der Halter auf der Strecke bleiben. Das Tierheim Berlin ist ein Paradebeispiel, dass selbst großzügig geplante Kapazitäten durch die jüngsten Entwicklungen in unserer Gesellschaft binnen weniger Monate ausgelastet waren und der Bedarf nur durch ständiges Erweitern der Kapazitäten gedeckt werden konnte. Das Gleiche gilt für die Tierheime der Hauptstadtregion: Brandenburg, Rathenow, Zossen, Kremmen, Ladeburg, Ludwigsfelde, etc., die ebenfalls seit Jahren knapp unter oder über ihrer Kapazitätsgrenze arbeiten.
Der Bedarf ist neben aller Arithmetik eindeutig auch dann vorhanden, wenn ein Tierschutzverein zum Erreichen seiner Ziele ein Tierheim baut, um dort Abgabetiere, die nicht zur Pflichtaufgabe der Verwaltung gehören, aufzunehmen, um dort die Kastrationen der Straßenkatzen durchzuführen, die von der Verwaltung nicht übernommen werden, weil sie nicht mit zur Pflichtaufgabe gehören, um dort Tiere aufzunehmen die durch die Verwaltung nicht als Fundtiere anerkannt wurden, um dort verletzte Wildtiere aufzunehmen die nicht mit zur Pflichtaufgabe gehören, um dort Kindern und Jugendliche für den Tierschutzgedanken zu sensibilisieren, um dort über Veranstaltungen und Aufklärung von Tierhaltern den Tierschutzgedanke in der Gesellschaft zu verbreiten und um damit einen Anreiz zu schaffen für das bürgerschaftliche Engagement.
Der Bedarf allein für Potsdam ist riesig und wir wollen nicht vergessen, dass wir uns als der Tierschutzverein für die gesamte Region verstehen, unabhängig davon, durch wen die Fundtierbetreuung realisiert wird.



