Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.

 


Mitglied im Deutschen Tierschutzbund

Winterfütterung von Wassergeflügel

Pressemitteilung vom 8. Februar 2010

Immer mehr Wasservögel verenden unterernährt auf Grund des harten Winters. Selten bleibt in unseren Breitengraden eine geschlossene Schneedecke derart lange anhaltend bestehen.
An und für sich sollte Wassergeflügel gar nicht gefüttert werden, aber in Notzeiten darf davon abgewichen werden. Notzeiten können die Naturschutz- oder Jagdbehörden ausrufen.
Da von offizieller Seite immer noch angemahnt wird, dass nur von Fachleuten zugefüttert werden darf, appelliert der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. an die zuständigen Stellen, nun die Winterfütterung des Wassergeflügels einzuleiten.
Der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. weist darauf hin, dass bereits eine erhöhte Sterblichkeit gegenüber normalen Wintern beim Wassergeflügel zu verzeichnen ist. Zudem wird es laut den Wettervorhersagen noch länger so kalt bleiben, so dass es wünschenswert ist, wenn mit der Zufütterung begonnen werden würde.
Da sich aber ein Füttern der Wasservögel durch die Bevölkerung sowieso nicht verhindern lässt, bittet der Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V. alle privaten Tierliebhaber, verantwortungsvoll beim Füttern vorzugehen, eigene Wünsche zurückzustellen und ein paar Regeln zum Schutze der Vögel und der Natur zu beachten.

  • In erster Linie kommt es darauf an, das richtige Futter zu verwenden. Bitte füttern Sie kein Brot. Erst recht kein altes Brot. Geeignet sind Getreide, Hafer, Gerste, gebrochener Mais, Weizen, Kleie oder Hühnerkörnerfutter, die man sehr günstig im Futtermittelhandel erhält. In Zoohandlungen ist auch entsprechendes Wassergeflügelfutter erhältlich. Weiche Kartoffeln, Rübenstückchen und Eicheln sind ebenfalls geeignetes Futter für Wasservögel.
  • Bitte nur Futter (z.B. Wassergeflügelfutter), das länger an der Wasseroberfläche bleibt, ins Wasser werfen, ansonsten bitte das Futter an Land ausstreuen. Anschließend sollte man sich entfernen, damit die natürliche Scheu der Tiere nicht abgebaut wird.
  • Es sollte nur an Plätzen gefüttert werden, die den Tieren bereits als „Versammlungsort“ dienen.
  • Bitte füttern Sie nur an abgelegenen Stellen und nicht an den beliebtesten Fütterungsplätzen. Das Überangebot an Stellen wie in Sanssouci schadet den Vögeln eher als es hilft.
  • Wichtig ist auch, nur so viel zu füttern, dass in kürzester Zeit kein Futter mehr über bleibt!

Der Tierschutzverein hofft, dass in Potsdam schon bald offiziell Notzeiten ausgerufen werden, damit den Wasservögeln über den außergewöhnlich strengen Winter geholfen werden kann.

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