Tierschutzverein Potsdam und Umgebung e.V.

 


Mitglied im Deutschen Tierschutzbund

Katzen

Die Katze ist ein Individualist

Obwohl Katzen schon seit Jahrhunderten als Haustiere gehalten werden, haben sie noch viele ihrer ursprünglichen Verhaltensweisen beibehalten.
Das noch sehr wildtierhafte, unabhängige Wesen unserer Hauskatzen bedingt, dass sie sehr selbstbewusst auftreten.
Jede Katze ist eine einmalige, ausgeprägte Persönlichkeit, die der Tierliebhaber respektieren muss.

Eine Katze kommt ins Haus

Möchte man ein junges Kätzchen haben, ist das beste Alter für die Übernahme ab der 8. Lebenswoche, wenn die Jungen von der Mutter abgesetzt sind.
Aber auch die älteren Katzen, z. B. aus dem Tierheim, gewöhnen sich bei entsprechender Zuwendung in der Regel schnell ein und sind liebevolle Kameraden.
Während der ersten Stunden im neuen Heim brauchen die Kätzchen /Katze viel Ruhe.
Gleichgültig, ob das neue Familienmitglied vier Monate oder bereits vier Jahre alt oder uns zugelaufen ist, der Mensch sollte sich der Katze zunächst immer nur langsam nähern und beruhigend mit ihr sprechen.
Besonders für reine Wohnungskatzen, die noch dazu tagsüber oft alleine bleiben müssen, ist es auf jeden Fall besser, eine Zweitkatze hinzuzugesellen.
Die Zutraulichkeit einer Katze gewinnt man am besten, indem man ihr Bedingungen bietet, die sie zwischen dem Alleinsein und der Gesellschaft des Menschen wählen lässt. Katzen sind Einzelgänger, sie schätzen ihre Unabhängigkeit und holen sich ihre Streicheleinheiten, wenn es ihnen gerade genehm ist.

Erziehung

Beobachtungsgabe und Intelligenz machen die Katzen erziehbar; allerdings nicht im Sinne der Hundedressur. Katzen lernen, wenn ihnen die Sache Spaß macht.
Selbstverständlich sollte die Katze wissen, dass sie ihre Krallen nicht an Sesseln oder Vorhängen schärfen darf.
Wenn die Katze keinen Freilauf erhält, benötigt sie unbedingt eine Kratzmöglichkeit in der Wohnung. Die Kratzgelegenheit kann z. B. ein Kratzbaum oder ein an der Wand befestigtes, mit Sisal überzogenes, Brett sein.
Katzen kennen ihren Namen, reagieren auf bestimmte Rufe, sie kommen jedoch nur wenn es ihnen gerade passt.

Stubenreinheit

Katzen sind von Natur aus sehr saubere Tiere und werden meist schnell stubenrein.
Sobald die Katze in ihr neues Heim eingezogen ist, zeigt man ihr als erstes die Katzentoilette. Einen Katzenwelpen beobachtet man in den ersten Tagen und setzt ihn sobald es Anstalten macht, sein “Geschäft” verrrichten zu wollen, auf die Katzentoilette. Sollte trotzdem einmal ein Maleur passieren, so ist eine Bestrafung unangebracht. Wichtig ist, die Katzentoilette immer peinlichst sauber zu halten und pro Katze eine Toilette aufzustellen.

Haltung und Pflege

Jeder Katzenhalter sollte seine Katzen / Kater kastrieren lassen, um einer ungewollten Vermehrung vorzubeugen. Unkastrierte Katzen können bis zu vier Würfe im Jahr mit bis zu 8 Welpen bekommen, die sich dann schon nach wenigen Monaten fortpflanzen können. Das bedeutet, dass ein unkastriertes Katzenpaar, wenn man nur zwei Würfe mit jeweils drei Welpen annimmt, nach vier Jahren ca. 2000 Nachkommen hätte!
Zusätzlich gilt es zu bedenken, dass unkastrierte Freigängertiere nicht immer ortstreu bleiben und einen hohen Prozentsatz der jährlich vermissten Tiere darstellen. In Sachen Gesundheit ist anzumerken, dass die Risiken Geschlechtsdrüsen – spezifischer Entartungen (bspw. Tumoren, Krebs) sowie bei weiblichen Tieren Scheinträchtigkeiten und Pyometren (Gebährmutterentzündungen, -vereiterungen) für kastrierte Tiere um ein Vielfaches geringer sind im Vergleich zu unkastrierten Katzen / Katern! Hinzu kommt der Stress für Tiere und Halter während der Rolligkeit und die damit verbundenen Rangkämpfe der männlichen Tiere.
Möchten Sie gesunde, entspannte Tiere und zusätzlich Ihren Beitrag zur Verringerung des Katzenelends leisten? Dann lassen Sie Ihre Katzen und Kater kastrieren!

Ernährung

Die Katze ist unter natürlichen Bedingungen ein Beutefresser, daher sollte die Ernährung des “Stubentigers” den natürlichen Bedingungen angepasst sein. Die Katze benötigt zur Gesunderhaltung des Organismus tierisches Eiweis und Fett, außerdem Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe.
Der Futterplatz sollte in einer ruhigen Ecke der Wohnung sein, damit die Katze in Ruhe fressen kann. Außerdem darf die Katzentoilette niemals in der Nähe des Futterplatzes stehen!
Junge Katzen füttern man dreimal täglich, während erwachsene Tiere (ab dem 10. Lebensmonat) nur noch zwei Mahlzeiten benötigen. Der Rhythmus der Mahlzeiten muss regelmäßig sein.
Die Katze braucht sauberes, frisches Wasser, das stets zur Verfügung stehen muss.
Der Trinknapf sollte vom Futternapf ebenfalls getrennt stehen.

Achtung!
Die Katze ist kein Müllschlucker für die Mahlzeiten des Menschen.

Wann muss die Katze zum Tierarzt?

1. Impfungen
Geimpft wird vorbeugend gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut.
Diese Impfungen können ab der zwölften Lebenswoche erfolgen. Da dieser Impfschutz nur etwa ein Jahr vorhält, muss jährlich vom Tierarzt nachgeimpft werden.
Außerdem gibt es inzwischen auch wirksame Impfstoffe gegen die Erreger der Katzenleukose und der Felinen Onfektiösen Peritonitis (FIP).
Eine Beratung durch den Tierarzt ist bei diesen Impfungen sinnvoll.

Kastration

Die Jungtiere (Alter bei männlichen Tieren 6. bis 9. Lebensmonat; weibliche Tiere ab dem 6. Lebensmonat), aber auch erwachsene Tiere werden vom Tierarzt unter Vollnarkose unfruchtbar gemacht. Der Eingriff wird von den Tieren gut verkraftet und hat keinerlei Nachteile.
Lassen Sie sowohl weibliche als auch männliche Katzen kastrieren. So verhindert der verantwortungsvolle Tierhalter, dass der ungewollte Katzennachwuchs ein schweres Schicksal erleidet.
Leider hat sich bis heute beharrlich die Meinung gehalten, dass es für eine Kätzin aus gesundheitlichen Gründen besser sei, sie einmal Junge bekommen zu lassen. Das ist aus wissenschaftlicher Erkenntnis völliger Unsinn!

Anzeichen für eine Krankheit der Katze sind:

Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, glanzloses oder struppiges Fell.
Sollten Sie eines dieser Anzeichen bei Ihrer Katze feststellen, ist umgehend der Tierarzt aufzusuchen.

Durch Übernahme eines Tieres aus dem Tierheim leisten Sie einen aktiven Beitrag zum Tierschutz!

Aktuelle Notfälle

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Im neuen Zuhause:




Spendenkonto:

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Tierschutz ist im Grundgesetz!

Artikel 20a GG:
"Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtssprechung."


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