Lipton

Name Lipton

Beschreibung Es ist nicht zu glauben, aber wieder einmal haben es Menschen geschafft, aus einer Deutschen Dogge "ein Monster" werden zu lassen. Als Doggenhalter weiß man: es muss eine ganze Menge schief laufen, wenn man sich einem Hund gegenüber sieht, der sich gebärdet wie der im April 2015 geborene, unkastrierte 80-Kilo-Rüde mit Namen Lipton. Unserer Einschätzung nach dürfte es darauf hinaus laufen, dass Lipton so wie er ist geworden ist, da er in den Lebensumständen, in denen er leben sollte, als Junghund, Rüde zumal, völlig überfordert und gestresst war.

Hier seine ungeschminkte Geschichte, denn es hat bei so einem Hund überhaupt keinen Sinn, "Wolkenkuckucksheim" zu erzählen, wo nicht Friede, Freude, Eierkuchen ist:

Lipton stammt, wie man so landläufig verallgemeinernd sagt, aus schlechter Haltung. Konkret heißt das, er wurde am 8. Juli von einer Frau in die Station abgegeben, weil Lipton ihren Mann derart heftig in den Bizeps gebissen hatte, dass dieser mit dem Notarzt ins Krankenhaus musste und sich nun nicht mehr nach Hause traute. Der Hund hatte zugebissen, weil der Besitzer ihn daran hindern wollte, zurück ins Haus zu kommen - dort seien in dem Moment sechs Kinder anwesend gewesen, drei davon gehörten zur Familie. Diese hätten nun ebenfalls große Angst vor dem Hund. Die Besitzerin selbst sei von Lipton eine Woche zuvor ebenfalls schon in die Schulter gebissen worden, als sie sich gebückt hatte, um irgendetwas aufzuheben. Ebenso die Großmutter, die auch mit im Haus wohnt, als diese etwas vom Boden aufheben wollte und der Bruder der Hundehalterin, als er der Großmutter in jener Situation helfen wollte.

Sie hatten ihn vor einem Jahr (da war er erst ein Jahr alt!) in eine Pension gegeben (wohl zur Erziehung?!) und am gleichen Tag rief der Pensionsbetreiber an, der Hund solle abgeholt werden, da er extrem aggressiv sei - seither aber habe sich Liptons Verhalten verändert und alles sei in Ordnung gewesen. Bei der anschließenden behördlichen Inobhutnahme des Hundes hat sich gezeigt, dass die Familie wohl eher einem sozial schwachen Milieu zuzuordnen sei. Viele Menschen auf engem Raum - Stress pur für Lipton.

Der Hund ist nicht mit Falle oder Box mitgenommen worden, was auch funktionierte, aber es ist Achtung geboten und Führungsstärke, um den Weg vorzugeben, der gegangen wird.
Was Lipton braucht, bevor er unter Umständen in eine wesentlich stressärmere Situation als die mit mehreren Kindern, mehreren Erwachsenen und das alles auf beengtem Raum entlassen werden kann, ist Training. Training in Sachen Umgang mit Grenzen, Training in Sachen Individualabstand, in Sachen Gehorsam. Training bei Doggen-erfahrenen Menschen, die auch einzuschätzen wissen, dass "Problemhund" kein böses Modewort von Hundehassern ist, sondern durchaus reale Zustände beschreiben kann.

Zu Kindern, egal welchen Alters, wird Lipton aus Sicherheitsgründen (für die Kinder und für ihn selbst, denn die Polizei hatte in der Situation "angeboten", ihn zu erschießen!) definitiv nicht vermittelt. Wie er sich in Hundegesellschaft verhält, kann noch nicht abschließend gesagt werden.

Was er braucht ist eine führende Hand, eine die ihm sagt "Da geht es lang, damit es dir gut geht!" und die das auch mit Konsequenz durchsetzt UND durchsetzen KANN. Ein 80-Kilo-Hund, der solch ein Temperament mitbringt und offenbar Probleme damit hat, seinen Individualkreis wohl deutlich, aber friedlich abzustecken, fordert einen kräftigen, gesunden Menschen mit einem kräftigen, gesunden Kopf - sonst endet das im Chaos. Insofern wird es auf alle Fälle intensive Vorgespräche geben müssen, damit dieser Jungspund nicht als Wanderpokal endet, als welcher er mit fast garantierter Sicherheit immer gefährlicher würde.
Derzeit findet Lipton sich in der Station ein und wir hoffen sehr, dass sein Benehmen mit anderen Hunden sich als "gesund" herausstellt, wenn wir ihn ein wenig kennen gelernt haben.

Wo ist der resolute Mensch, Trainer, Ausbilder (natürlich auch resolute Damen willkommen!), der/die sich zutrauen, Lipton einen gewaltfreien Weg durchs Leben zu eröffnen?

PS : Im Tierheim zeigt er sich schon besser 🙂

  • Name: Lipton
  • Geboren: 28/04/2015
  • Geschlecht: männlich/unkastriert (wird aber noch kastriert vor Ort)
  • Rasse: Deutsche Dogge
  • Schulterhöhe: etwa 80 cm
  • Gewicht: etwa 80 kg
  • Bekannte Krankheiten: nichts bekannt
  • Hundeverträglichkeit: nicht bekannt
  • Katzenverträglichkeit: nicht bekannt
  • Anfängerhund: NEIN, nur für erfahrene Menschen, Trainer, Profi
  • Kinder: NEIN
  • Zweithundgeeignet: nicht bekannt
  • Alleine bleiben: ja
  • Stubenrein: ja
  • Sonstiges: geimpft, gechipt, EU-Pass, Traces, reisefertig
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