Naya

Name Naya

Beschreibung Ein Profil soll kurz sein, daher die Eckdaten zuerst: Naya ist eine Mischung aus Jagdhund und Labrador, geboren am 05.05.2010, im Tierheim seit 21.03.2017, nicht sterilisiert. Sie lebte seit Welpenalter mit Kind, Hund und Katz verträglich zusammen und war stubenrein.

Ernsthafte Interessenten sollten sich nun aber etwas Zeit nehmen zum Weiterlesen. Denn um zu erklären, wer Naya ist und was sie braucht, muss man wirklich etwas weiter ausholen.

Seit 10.000 Jahren begleitet der Hund nun den Mensch. Durch die Domestikation haben Hunde eine Vielzahl von Verhaltensweisen eingebüßt, die bei Wölfen zum Erwachsensein dazugehören. Unsere Hunde sind - verglichen mit Wölfen - ewige Welpen. Wir Menschen wollten an unserem Begleiter eben keine Eigenständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Weltklugheit und Schläue. Wir haben uns den Spieltrieb des Wolfs zum Arbeiten umgebaut, die welpenhafte Anhänglichkeit des Jungtiers gefördert und haben uns seine Gelehrigkeit voll zunutze gemacht. So entstand, durch Zuchtwahl über viele Generationen hinweg, der Hund.

Gleichzeitig sind unsere Hunde jedoch Individuen, die irgendwann das Welpenalter hinter sich lassen und erwachsen werden. Unsere Hunde lernen und ziehen Schlüsse aus ihren Erlebnissen. Jeder Einzelne besitzt als Erwachsener einen eigenen Erfahrungsschatz und Reife.

Und immer wieder einmal passiert es, dass diese Schere zwischen dem ewigen Welpen und dem klugen erwachsenen Hund ganz extrem weit aufgeht. Dann zerreißt es den Hund schier. Und genau das ist, was man über Naya wissen muss, unsere kleine Erwachsene.

Was haben ihre Vorbesitzer noch über sie zu berichten? Naya ist eine Ausbrecherkönigin. Sie haute schon immer gern ab, übersprang mühelos schulterhohe Zäune oder grub sich unten drunter durch. Ihre Jagdhund-Gene lassen sie Autos jagen, die sie dann auch zum Anhalten zwingt und stellt.

Sie ist lieb, aber etwas grob. Sie knurrt schon auch mal das Kind an. All das war für die Familie wohl hinnehmbar. Aber dann starb die ältere Hündin der Familie an einer Krankheit, und Naya wurde anders. Naya hat den Tod ihrer Freundin nicht verkraftet. Sie hatte sich immer an ihr, der Älteren und Gelasseneren, orientiert. Nun war diese Stütze plötzlich weg. Zusätzlich haben sie die Umstände des Todes geschockt. Wir wissen nicht genau, wie das zuging: Vielleicht ist die Ältere in der Wohnung verstorben, während die Familie weg und die Tiere allein waren. Denn seither bekommt Naya Todesangst, sobald sie allein gelassen wird. Unsere superschlaue kleine Erwachsene hat diese zwei Dinge miteinander verknüpft - Sterben und Alleinsein - und durch die emotionale Ladung des Erlebnisses, ihre eigene Hilflosigkeit dabei, wurde diese Verknüpfung, dieses „Wissen“, unendlich stark in ihr.

Wer sich ernsthaft für Naya interessiert, sollte sich die Fotos zeigen lassen, die die Familie gemacht hat, bevor sie sie ins Tierheim gegeben haben. Damit so etwas nie wieder passiert. Naya, die Kleine, der ewige Welpe, alleine gelassen und ohne Führung durch die ältere Freundin, ohne Schutz durch ihre Menschen, setzt ihr ganzes beträchtliches Erwachsenen-Knowhow ein, ihre ganze reife Körperkraft, ihren Jagdhund-Willen über sich hinauszuwachsen, alles was sie weiß und kann, um aus der Wohnung zu entkommen. Sie kratzt nicht nur, wie andere Hunde, ein bisschen an der Tür. Sie versucht, mit dem Maul die Fenstergriffe zu betätigen und zerstört dabei. Sie hat z. B. versucht ein gekipptes Fenster weiter aufzumachen. Sie hat sich dabei die Pfoten verletzt und alles vollgeblutet. Sie hat trotzdem nicht abgelassen und wirklich alles gegeben. Unsere tapfere, kleine große Heldin!

All dies müssen ihre neuen Menschen wissen und verstehen. Naya ist sehr sehr klug, eine aufmerksame Beobachterin, sie ist körperlich topfit und bereit, sich bis zur Grenze zu verausgaben. Das ist Naya, die Erwachsene. Aber sie ist auch innen drin eine Hündin, die wie ein Welpe sehr dringend Führung und Geborgenheit braucht. Sie benötigt jemanden, der ihr täglich sagt: "Du musst das nicht alleine lösen, denn ich löse das für dich. Entspann dich und genieße das Leben, Kind. Es ist für dich gesorgt." Ein souveräner Ersthund könnte helfen. Wichtiger ist jedoch, dass ihre Menschen ihr diese grundsätzliche Geborgenheit vermitteln. Sie sollte anfangs keinesfalls allein gelassen werden, und schon gar nicht in einen praktischen Zimmerkennel gesperrt werden, damit sie nichts kaputt macht. Das hilft zwar der Wohnung, aber in dem Käfig drin zerbricht inzwischen der Hund.

Wir suchen daher Menschen für sie, die sich bewusst der Aufgabe stellen, Naya Schrittchen für Schrittchen die Angst vor dem Alleinsein wieder zu nehmen. Geduld, Hinwendung und Erfahrung mit Angsthunden wären von Vorteil.

Naya ist schön und stark, lieb und superschlau. Sie ist ein Goldstück. Redet mit ihr, erklärt ihr die Welt und das Leben. Sie wird euch verstehen.

Es fallen nur die Transportkosten an.

  • Rasse: Jagdhund Labimix
  • Geschlecht: weiblich, nicht sterilisiert
  • Geboren: 05/ 05/ 2010
  • Höhe: 58 cm
  • Gechipt, geimpft, Traces, reisefertig
Kontakt Sie möchten diesem Hund ein Zuhause geben? Bitte für den Erstkontakt Rebecca Pögel oder Lisa Köster anschreiben:

Rebecca Pögel: becki1707@gmail.com

Lisa Köster: lisakoester.tierschutz@gmail.com

Sheela Kampfsch (Sylvia): silvana777@arcor.de

Kontakt für deutsche Tierheime:

Katharina Maiss: contact@ame-et-corps.com

Christine Munsch: christine.munsch0745@orange.fr

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